"Schreiben ist zehn Prozent Inspiration und neunzig Prozent Transpiration."

 

Beim Literarischen Schreiben geht es um das Handwerkszeug.

Um das Schreiben ranken sich viele Mythen. Der Schriftsteller, der von der Muse geküsst sich in einen Schreibrausch begibt und dessen Buch auf diese Weise wie von selbst entsteht, ist nur eines der Bilder, die bis heute in den Köpfen vieler Menschen sind.
Oft werde ich gefragt: Kann man denn Schreiben lernen?

Die Antwort ist: Ja, das kann man.

Literarisches Schreiben beinhaltet ein umfangreiches Handwerkszeug, genauso wie Komponieren oder Malen, das  erlernt werden kann. Ausgehend von der Beherrschung dieses Handwerkszeuges kann man sich später in freie, experimentelle Formen begeben.
Das Erlernen des Handwerkszeuges erweitert den kreativen Spielraum und damit auch den individuellen Ausdruck. Es ersetzt nicht die Intuition, sondern gibt ihr einen größeren Rahmen.
Damit grenzt sich das Literarische Schreiben vom Kreativen Schreiben ab, bei dem es ausschließlich um Schreibermutigung und Selbstausdruck geht.

Literarisches Schreiben heißt sich der Kunst des Schreibens anzunähern, indem durch Schreibtechniken und Stilmittel das Persönliche in etwas Überpersönliches verwandelt werden kann.

Zum Literarischen Schreiben gehören u.a. Techniken der Figurengestaltung, das Schreiben von Dialogen, die Auseinandersetzung mit Erzählperspektiven, das weite Feld der literarischen Beschreibung inklusive des Bereiches der Sprachbildlichkeit, der Entwurf eines Plots, die Gestaltung von Spannung und vieles mehr.
Wenn Sie sich auf das Abenteuer des Literarischen Schreibens einlassen, werden Sie erstaunt sein, was Sie alles in sich und auf dem Papier entdecken.